Zweifel an transatlantischem Bündnis – Merkels scheinbare Kriegserklärung an Trump

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In Brüssel hat Merkel ihre zuvor schon angedeuteten Zweifel an einer dauerhaften Zusammenarbeit mit den USA wiederholt und eine jetzt dringend nötige Stärkung des Zusammenhalts in der EU beschworen.

Man könnte die Worte als Abrechnung oder Kriegserklärung an Donald Trump auffassen, aber ganz sicher ist die „Bundeskanzlerin“ nicht vom Antiamerikanismus infiziert, wie weite Teile der SPD. Mit der Forderung, die EU müsse mehr Verantwortung übernehmen, womit militärische Verantwortung gemeint ist, folgt Merkel eins zu eins der Trump Agenda.

Die EU-Clique hat es in all den Jahren seit Einführung des Euro nicht geschafft, den USA wirtschaftlich Paroli zu bieten. Jede EU-Erweiterung war an die NATO geknüpft und wäre ohne ein Yes aus dem Weißen Haus unmöglich gewesen. Euro-Turbulenzen haben den USA geholfen. Als sich abzeichnete, dass es mit den Freihandelsabkommen TTIP Schwierigkeiten geben könnte, ging auch der Wirtschaftskrieg gegen Deutschland und EU in eine neue Runde.

Deutsche Bank, der VW-Abgasskandal – das waren keine Zufälle. Nun folgt mit FIAT-Chrysler ein weiterer europäischer Autokonzern, denn amerikanisch ist an den neuen Fiat-Konzernmarken Jeep, Dodge und Chrysler fast nur noch das Logo. Die legendären Jeep-Geländewagen werden in Italien gefertigt. Im Trump Amerika aber möchte man gerne alle Jobs wieder heim ins Reich holen. Wetten, es kommt in dieser Sache zu einem teilweise Rückkauf der US-Marken?

In Brüssel schöpft man vielleicht jetzt die wahnsinnige Hoffnung, doch noch zu einer Supermacht heranreifen zu können. Dazu müsste man ausblenden, dass die Atommacht Großbritannien fast raus ist und in Deutschland nach wie vor die strategisch wichtigen Atomwaffenarsenale und Drohnenbunker der USA stehen, von denen aus die gesamte Welt angegriffen werden kann.

Ohne US-Army wäre die abgewirtschaftete von der Leyen-Wehr in drei Tagen von den Russen überrannt. Zudem fungiert seit den Tagen des Kalten Kriegs ganz Deutschland als menschliches Schutzschild der transatlantischen „Partner“. Einzig die Franzosen haben militärisch noch etwas zu bieten. Bei einem Wahlsieg von Le Pen, die gestern bei einem Treffen mit Trump in New York war, ist die EU allerdings Geschichte und Frankreich raus aus dem Spiel.

Auch wenn Genosse Oppermann gestern noch sagte, Trump habe nicht mehr alle Tassen im Schrank, in Berlin wie in Brüssel wird man sich den Realitäten stellen müssen. Der Euro war von Anfang an eine Totgeburt und die EU sollte nie zu den Vereinigten Staaten von Europa werden, von denen Finanzminister Schäuble immer träumte. Ziel des transatlantischen Bündnisses war immer die Weltregierung, die Schaffung der EU nur als eine Etappe bis dahin erlaubt.

Wenn Trump den US-Thron bestiegen hat und die Obama-Administration ihn nicht noch irgendwie beseitigen kann, dann wären die vier Siegermächte bald wieder unter sich, vorausgesetzt, Le Pen schafft die Wende in Frankreich. Es käme noch auf die Briten an, dass sie gegenüber Putin wieder einen freundlicheren Ton anschlagen können – aber das werden sie ganz sicher, wenn die Chance besteht, dass die Alliierten erneut den Kontinent nach ihrem Gutdünken untereinander aufteilen können.

Ob dazu wieder ein paar Kriegsübungen auf europäischem Boden angedacht sind? Vielleicht im Osten der EU? Fest steht jedenfalls, dass man in Deutschland dann auf kein zweites Wirtschaftswunder hoffen braucht. Merkel hat alles dafür getan, dass sich diese Geschichte nicht mehr wiederholt.

Quelle: Opposition24


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