Anthropozän – ein Wortgeklingel

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Von Andreas van de Kamp

Ein Blick ins Holozän, das jüngste Kapitelchen der Erdgeschichte zeigt, dass sich auch in den vergangenen 11.000 Jahren das Klima ständig variiert und dass dies oft abrupt und nur regional stattgefunden hat. Es war ein natürlicher Klimawandel, der (überregional) gar nicht “vom Menschen verursacht” werden konnte. Seit dem 20. Jahrhundert soll sich alles geändert haben. Wissenschafts-Ideologen möchten den homo sapiens in den Rang eines geologischen Faktors erheben. NB Globales Treibhaus, lokaler Wechsel, auch heute.

In der Klimageschichte könnte man Äonen zurück gehen – mir soll die Mittel-/Jungsteinzeit reichen. Die Rede ist von einer erdgeschichtlichen Ära, die frühere Wissenschafter Holozän genannt haben.

Dem Holo- ist das etwa 2,5 Millionen Jahre dauernde Pleistozän vorausgegangen, in dem bereits Hominiden, menschenähnliche Kreaturen, gelebt haben – und in der letzten Phase der homo sapiens (zu dem übrigens auch der Neandertaler gehörte).

Der homo sapiens sapiens, der moderne Mensch ist zwar vor dem letzten Glazial (“Würm”) aufgetreten, – hat sich aber erst in dieser Kaltzeit als eine über einen längeren Zeitraum überlebende Spezies etabliert; vorwiegend in Gunstlagen, in sammelnden und jagenden Horden, die weltweit ein paar Millionen Individuen gezählt haben mochten.

“Gleich nach dem Ende” dieser bisher letzten Eiszeit begann das Neolithikum mit seiner landwirtschaftlichen Revolution, der Sesshaftwerdung und einem (relativ) schnellen Bevölkerungszuwachs – eine Verursachung dieses Klimawandels durch den Menschen ist aber “beim besten Willen” ausgeschlossen, denn:

Würm erreichte sein Gletschermaximum schon vor 22.000 bis 18.000 Jahren.

Daraufhin begann ein 5.000 bis 6.000 Jahre langes “Tauwetter”, aber vor dem Einsetzen der neolithischen Revolution (vgl. dazu z.B. Cronin, Paleoclimates, 7. Kapitel).

Nach einer kurzen, warmen Periode (Bølling-Allerød) taumelte die Jüngere Dryas auf die Bühne, die man mit “abrupten Klimawandel” umschreiben könnte. Zuerst wurde alles sehr schnell sehr kalt – und ein paar Jahrhundert später sehr schnell ziemlich warm.

An diesem Punkt setzt man üblicherweise den Beginn des Holozän, also unserer aktuellen Zwischeneiszeit an.

Seither, wird suggeriert, sei das Klima stabil geblieben – was nicht bzw. höchstens im ganz großen, globalen Temperatur-Mittel stimmt. Auf regionaler Ebene – in Ausnahmefällen weltweit – wechselten Temperaturen und Wetterumstände ständig, manchmal ziemlich abrupt. So sehr, dass ganze Kulturen ausgelöscht und jahrzehntelange Krisenperioden getriggert wurden.

Das regionale Klima schreibt Geschichte

Als Beispiel für einen solchen Vorgang führt die Columbia-Universität auf einer ihrer Webseiten den plötzlichen Kollaps des Akkadischen Reichs vor 4.200 Jahren an. Dieser war wahrscheinlich durch eine plötzlich einsetzende Dürre im nördlichen Mesopotamien ausgelöst.

Der Wissenschaftsjournalist John Cox, der dem Phänomen ein ganzes Buch gewidmet hat, war das der “Klima-Crash, der die Wiege der Zivilisation erschütterte”.

Only recently have researchers come to realize that the last 10,000 years—the epoch known as the Holocene—which saw the rise of humanity, has not been the benevolently stable climate that scholars and scientists have assumed (…) On this scale, of course, it is not the global but the regional climate changes that push humanity around. Hidden inside the variable of global temperatures is the more powerful circumstance of their differences between one place and another.” (p. 114/115)

300 Jahre später übernahm das nahe gelegene Babylon die Rolle des Machtzentrums in Zweistromland.

Der Untergang des Weströmischen Reichs bzw. die Spätphase der sogenannten Völkerwanderung wurde ebenfalls von einem Kälteeinbruch begleitet, den man mit LILIA abkürzt (“Late Antique Little Ice Age”) – siehe z.B. den Aufsatz von Büntgen und anderen (Angaben unten).

Einem etwas größeren Publikum bekannt ist die Mittelalterliche Wärmeperiode, die – etwas zeitversetzt – freilich fast auf der ganzen Welt nachweisbar ist.  Im Hochmittelalter, das i.d.R. wärmer als heute war, siedelten die Wikinger in Grönland.

In Ostpreussen und England wurde Wein angebaut und in den SchweizerAlpen taute es in Höhlen, die heute in der  Permafrostzone liegen (Luetscher et allii, Alpine Permafrost Thawing).

Seit den 1180er Jahren überwogen in einer bemerkenswert langen Warmphase warme und heiße Sommer, bis ihr 1251 ein stürmischer und kalter Sommer, der zu Missernte, Teuerung, Hunger und schweren Krankheiten führte, ein jähes Ende setzte (…) Zwischen 1261 und 1310 und noch einmal zwischen 1321 und 1400 traten in Mitteleuropa die längsten Phasen anhaltender Sommerwärme auf. Allerdings breiteten sich in Gestalt von Heuschreckenschwärmen auch biblische Plagen weit nach Norden aus, im August 1338 etwa über Österreich, Böhmen, Bayern und Schwaben bis nach Thüringen und Hessen.” Behringer, Kulturgeschichte des Klimas, S.106

Im späten Mittelalter begann schließlich ein neuer, nachhaltiger Kälteeinbruch, der bis 1850 dauerte – wobei das Minimum in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts erreicht wurde, das so genannte Maunder-Minimum. Es war eine Periode außergewöhnlich niedriger Sonnenaktivität.

Diese Zeit, die ich hier bereits erwähnt habe, wird LIA genannt, Little Ice Age, eine Eiszeit im Westentaschenformat. LIA scheint vor allem in Europa stattgefunden zu haben. Während des Maunder Minimums (innerhalb von LIA) war die Durchschnittstemperatur um etwa 1,3 Grad Celsius niedriger und sie blieb noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts relativ niedrig.

Seit dem Ende der Kleinen Eiszeit soll die kombinierte Land- und Ozean-Oberflächentemperatur um 0,8 Grad Celsius gestiegen sein, siehe diese “bastardisierte” Guardian-Grafik hier. Die durchschnitttlichen globalen Oberflächentemperaturen glaubt das staatliche britische Metoffice, sind 2015 um etwa ein Grad Celsius über dem Beginn der Industrialisierung gelegen.

 400 ppm, das hard fact

Das ist vor allem angesichts der niedrigen Temperaturen in der Frühen Neuzeit nicht wirklich dramatisch.

Dramatischer wirkt da schon der Chart über die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre, die über den gleichen Zeitraum von ca. 265 (280) auf 400 ppm geklettert ist (parts per million – CO2 ist ein nur in Spuren vorhandenes Gas).

Ein solcher 50-prozentiger Anstieg in nur 200 Jahren ist schnell (und wahrscheinlich sehr wohl auf “den Menschen” zurückzuführen) – die Frage ist nur, ob das irgendetwas bedeutet (Wasserdampf ist das stärkere Treibhausgas und die CO2-Emission in der Welt ist nur zu einem kleinen Teil “menschengemacht”).

Wie ja bekannt, ist sich die Mehrheit der westlichen Experten da sicher. Für sie ist die CO2-Konzentration der hauptsächliche Klimatreiber. Eine geringere radiative forcing, glaubt man, wird durch mehr CO2 leicht ausgeglichen werden können.

Die Sonneneinstrahlung und die durch diese verursachten verworrenen Effekte auf der Erde spielen für diese Experten keine besondere Rolle. Nach ihren Modellen kann es parallel zur Sätigung der Atmosphäre mit Kohlendioxid mit den Temperaturen letztlich nur bergauf gehen.

Der wachsende CO2-Ausstoß geht auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe durch den Menschen zurück. Deswegen hat ein niederländischer Atmophärenchemiker vorgeschlagen, solle man die Epoche der menschengemachten Erde Anthropozän nennen – was mittlerweile so gut wie beschlossen ist.

Über einen Begriff wie diesen lässt sich vorzüglich schwadronieren, ohne die zugrunde legenden echten Dilematta ansprechen zu müssen – beispielsweise den implizit geforderten Abtausch von “Massenwohlstand” und Klimaschutz.

Quelle: Staatsstreich


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