Der nächste russische Offizielle ist tot

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Von Tyler Durden

Seit Donald Trumps Wahl zum Präsidenten starben hochrangige russische Vertreter wie die Fliegen, wobei die Berichte von heute, wonach ein Spitzenvertreter von Russlands Weltraumbehörde tot aufgefunden wurde, die Gesamtzahl auf acht steigen lässt.

Wir berichteten bereits zuvor, dass in den letzten 3 Monaten sechs russische Diplomaten starben – und mit Ausnahme von einem starben alle im Ausland. Einige wurden erschossen, während die Todesursache bei anderen unbekannt ist. Auffällig ist, dass mehrere Todesursachen mit „Herzinfarkt“ oder „schnelle, schwere Krankheit“ angegeben wurden:

1. Man erinnert sich vielleicht an den Fall von Andrei Karlow, dem russischen Botschafter in der Türkei – er wurde am 19. Dezember in Ankara bei einer Fotoausstellung von einem Polizisten ermordet.

2. Am selben Tag starb mit Peter Polschikow ein weiterer Diplomat, der in seiner Moskauer Wohnung erschossen wurde. Die Waffe wurde unter dem Waschbecken im Badezimmer gefunden, woraufhin zu den Umständes seines Todes eine Ermittlung eingeleitet wurde. Polschikow war ein führender Mitarbeiter der Lateinamerikaabteilung des Außenministeriums.

3. Russlands Botschafter bei den Vereinten Nationen, Vitali Churkin, starb letzte Woche in New York. Churkin wurde von seinem Büro in der russischen UN Mission aus ins Krankenhaus gebracht. Laut anfänglichen Berichten erlitt er einen Herzinfarkt und laut CBS wird gerade die genaue Todesursache ermittelt.

4. Alexander Kadakin, der russische Botschafter in Indien, starb am 27. Januar nach einer „plötzlichen Krankheit“, an der er laut The Hindu einige Wochen lang litt.

5. Der russische Konsul in Athen, Andrei Malanin, wurde am 9. Januar tot in seiner Wohnung gefunden. Ein griechischer Polizeiverteter sagte, dass es „keine Anzeichen für einen Einbruch gab.“ Malanin lebte in einer streng gesicherten Strasse. Die Todesursache wurde laut eines AFP Berichts genauer untersucht. Malanin diente zu einer Zeit der Entspannung der Beziehungen zwischen Griechenland und Russland, während Griechenland zunehmend die EU und NATO kritisierte.

6. Der Ex-KGB Chef Oleg Erovinkin, dem vorgeworfen wurde, beim Erstellen des Trump Dossier mitgeholfen zu haben, wurde laut Telegraph am 26. Dezember tot auf dem Rücksitz seines Autos aufgefunden. Erovinkin war auch Gehilfe des ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Igor Sechin, der inzwischen den staatlichen Rosneft Konzern leitet.

Geht man weiter als 60 Tage zurück…

7. Am Morgen der US Präsidentschaftswahl wurde der russische Diplomat Sergei Krivov bewusstlos im russischen Konsulat in New York aufgefunden, wo er noch starb. Anfängliche Berichte sagten, dass Krivov vom Dach fiel und sich stumpfe Verletzungen zuzog, allerdings sagten russische Offizelle, dass er an einem Herzinfarkt starb. BuzzFeed berichtet, dass Krivov möglicherweise der diensthabende Sicherheitsverantwortliche am Konsulat war, zu dessen Aufgabenbereich die Abwehr von Sabotage und Spionage gehört.

8. Im November 2015 wurde der führende Berater von Putin, Mikhail Lesin, der auch das Medienunternehmen Russia Today mitgründete, laut New York Times tot in einem Washingtoner Hotelzimmer aufgefunden. Die russischen Medien sagten, es sei ein „Herzinfarkt“ gewesen, allerdings meinte der Pathologe, dass er „Verletzungen aufgrund von stumpfer Gewalteinwirkung“ erlitt.

9. Noch etwas zurück, im September 2016, wurde der Fahrer des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einem bizarren Autounfall getötet, als er mit dem offiziellen schwarzen BMW des russischen Präsidenten fuhr.

Nimmmt man die letzten drei Tode hinzu, dann waren es insgesamt neun russische Offizielle, die in den letzten beiden Jahren starben – bis heute.

Wie AP berichtet wurde nun ein Spitzenvertreter der russischen Weltraumbehörde tot in einem Gefängnis aufgefunden, wo er wegen Bereicherung einsaß.

Yulia Ivanova, die Sprecherin der russischen Ermittlungsbehörde sagte der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novostoi, dass die anderen 11 Insassen, die gemeinam mit Wladimir Ewdokimow in der Zelle saßen, derzeit befragt werden.

Die Ermittler fanden an Ewdokimos Körper zwei Stichwunden, es konnte aber nicht festgestellt werden, ob er sich diese selbst zugefügt hat.

Der 56 Jahre alte Ewdokomow war Exekutivdirektor für die Qualitätskontrolle bei Roskosmos, der Weltraumforschungsbehörde des Landes.

Er wurde im Dezember für die Unterschlagung von 200 Millionen Rubel (3,1 Millionen Dollar) vom Luftfahrtunternehmen MiG verhaftet.

Während die Motivlage bei allen Fällen unklar bleibt, bringt das die Gesamtzahl toter russischer Offizieller der letzten beiden Jahre auf zehn. Vermutlich steckt nichts dahinter.

Quelle: 1nselpresse


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