Deutschland – Russland verhindern? Warum hat US Stratege Friedman wirklich geplaudert?

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Wir erinnern uns – vor über einem Jahr sprach Stratfor Chef George Friedman ganz offen über die langjährigen Ziele der US – Außenpolitik, nach denen seit über 100 Jahren ein Zusammenwachsen europäischer Großmächte, speziell von Deutschland und Russland zu verhindern sei.

Dank des Internets wurde seine Rede in Chicago schnell bekannt und vor allem von den alternativen Medien aufgegriffen.

Der Politologe sprach nicht nur von der Gefahr durch die Verbindung deutscher Technologie und russischen Ressourcen als Konkurrenz für die schwächelnde US-Wirtschaft, sondern auch davon, dass künftig Europa wieder als Schauplatz neuer Kriege denkbar sei – immer schön weit weg von den USA.

Plötzlich erschien das allgegenwärtige Putin- und Russland-Bashing in den us-hörigen Medien plausibel. Keine Woche vergeht, ohne dass in den „Öffentlich Rechtlichen“ irgendwo ein Beitrag über „Putins Internettrolle“ und russische Propaganda Netzwerke gesendet wird, während der lupenreine Demokrat Erdogan mit Samthandschuhen angefasst wird – auch jetzt noch nach den äußerst fragwürdigen Entwicklungen in der Türkei.

Putin ist und bleibt Bösewicht Nr 1 – alle Internetseiten und Magazine, die sich kritisch über die Anti-Putin Propaganda äußern, werden ohne gründliche Recherche als vom Kreml gesteuert bezeichnet, wie etwa Compact, Bürgerstimme oder auch die „Nachdenkseiten“, sowie das gesamte Spektrum eu-kritischer „rechtspopulistischer“ Parteien und Initiativen, angefangen von Pegida, FPÖ, Front National bis hin zur AfD oder den inzwischen eingeschlafenen „Mahnwachen.“

„Besorgte Bürger = Putinversteher = rechtsradikal“ – so lautet das ewige Mantra  der allzu offensichtlichen Propagandalügen, die eher einen gegenteiligen Effekt erzeugen.

Die Friedman’sche Nähkästchenplauderei tat ihr übriges, um die „latenten Antiamerikanisten“ durch diese frisch angefachte Empörung in die Hände Russlands zu treiben.

Weshalb machte der Chefstratege diese Aussage vor laufenden Kameras? Noch immer ist zwischen der NATO und Russland nicht der Krieg ausgebrochen, der seit Beginn der Ukraine-Krise befürchtet wird. Die Kriegsangst, geschürt von allen Seiten, ließ besonders das Lager innerhalb der politisch interessierten Bevölkerung anwachsen, das sich um Aussöhnung mit Russland bemüht und das Bild vom bösen Russen nicht weiter aufrecht erhalten will. Hat sich Friedman gar nicht verplappert, sondern die wahren Absichten durch diese gespielte Offenheit verschleiert?Eine Neue Weltordnung nach Vorstellungen der Finanzelite schließt alle Länder mit ein, die am besten durch destabilisierende Maßnahmen darauf vorbereitet werden – so gibt es auch Anhaltspunkte dafür, dass die russische Oktoberrevolution vor gut 100 Jahren von den USA durch die Rothschilds unterstützt wurde. Sie schickten ihren Gesandten Fritz Warburg zu den Bolschewisten und die amerikanischen Zeitungen empörten sich über den „deutschen Agenten“ bei den Revolutionären. Sein Bruder Paul Warburg war zu diesem Zeitpunkt längst amerikanischer Staatsbürger und Mitglied der Federal Reserve.

Nach gleichem Muster wurden die Nazis finanziell unterstützt (u.a. durch die Bush-Familie) und der Zweite Weltkrieg war nur noch eine Frage der Zeit. Es läuft nicht immer alles nach Plan und nach dem Krieg entstand der Eiserne Vorhang, der die Welt in zwei dominierende Lager aufteilte, aber eine gewisse Stabilität garantierte. Wie die Friedman Rede enthüllte, denken die Strategen langfristig über mehrere Generationen.

Geht es dieses Mal wieder darum, beide Länder aufeinander zu hetzen und an beiden Seiten zu verdienen? Dann könnte man das Friedman Leak als paradoxe Intervention verstehen, sogar die Snowden Affäre wäre gar als „verdeckte“ Aktion der NSA denkbar. Mit der Aufnahme des Whistleblowers hat Putin seinen Ruf als geschickter Taktierer ausgebaut, aber trotzdem Sympathiepunkte gesammelt. Auch in diesem Spiel haben die USA eindeutig die Rolle des Bösen angenommen. Aus Washington heißt es immer wieder, Snowden sei ein russischer Spion, vielleicht ist er aber ein Doppelagent oder auch die ganze Sache ein abgekartetes Spiel.

Wie stark ist der Einfluss der USA auf Moskau wirklich? Kann es sein, dass dieses Mal ausgelotet werden soll, ob man die Deutschen vor lauter Kriegsangst dazu bringen kann, sich von den USA abzulösen und einen Pakt mit Russland einzugehen? Ein Russland, das längst von den US-Eliten übernommen worden ist?

Denkbar ist alles, nur eines nicht – dass Friedman nur mal so geplaudert hat.

Quelle: Opposition24


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