Paul Craig Roberts: Kann Russland Washingtons Herausforderung überleben?

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Von Paul Craig Roberts

Nachrichtenagenturen im Ausland fragen mich, ob der türkische Präsident Erdogan die Türkei in Folge des versuchten Staatsstreichs Russland annähern wird. Im Moment gibt es noch nicht genügend Informationen für mich, um diese Frage zu beantworten. Spekulation ohne entsprechende Informationen sind nicht meins.

Weiter ist mir unbekannt, ob es wahr ist, dass Moskau den türkischen Präsidenten vor dem Coup gewarnt hat und ich weiß nicht, ob Washington hinter dem Coup steckte. Folglich weiß ich auch nicht, wie ich die Sache einschätzen soll. Ob die Türkei Washington treu bleiben oder sich Moskau annähern wird, hängt zuvorderst davon ab, ob Moskau die Türkei gewarnt hat oder nicht und ob Washington hinter dem Coup steckte oder nicht. Wenn Erdogan dies glaubt – ob wahr oder nicht –, wird er sich wahrscheinlich Russland zuwenden. Allerdings werden auch andere Faktoren Erdogans Entscheidung beeinflussen; zum Beispiel Erdogans Einschätzung, wie resolut sich Putin Washington entgegenstellen wird.

Erdogan wird sich nicht auf Russlands Seite stellen, wenn er davon ausgeht, dass Russland es mit Washingtons Herausforderung nicht aufnehmen kann. Erdogan sieht, dass Putin ständig Kooperation von Washington fordert und er versteht, dass Washington dies als Zeichen russischer Schwäche deutet. Washington gibt Putin eine Ohrfeige und dieser antwortet mit der Bitte um Zusammenarbeit gegen ISIS.

Ich verstehe, warum Putin so reagiert. Er will einen Krieg zwischen den USA/der NATO und Russland vermeiden, welchen keine der beiden Seiten gewinnen kann. Putin ist ein Mann des Friedens und akzeptiert die Affronts, um Leben zu retten. Dies ist bewundernswert, aber es mag nicht Erdogans Blickwinkel sein. Erdogan mag es einschätzen, wie Washington: als Schwäche.

Die zweite Frage ist, ob Washington oder Moskau Erdogan das bessere Angebot macht. Washington will gewiss die NATO nicht aufbrechen und wird sich bemühen, die Türkei in der NATO zu halten – koste es, was es wolle. Washington könnte zum Beispiel Gülen an Erdogan ausliefern und womöglich eine Milliarde Dollars für Erdogan auf einem Bankkonto hinterlegen. Für Washington ist das einfach, denn Washington kann so viel von der Welt-Reservewährung drucken, wie es will. Für Moskau ist es unmöglich Gülen auszuliefern und da Jelzin den durch den IWF vorgetragenen Rat der USA befolgt hat, ist der russische Rubel kein Ersatz für den US-Dollar.

Die Welt ist es gewohnt Washington obsiegen zu sehen, weil Washington sich auf Gewalt stützt. Abgesehen von Putins Reaktion gegen den georgischen Angriff auf Südossetien, ist die Welt gewohnt Putin als Diplomat zu erleben. Wie Mao sagte, kommt Macht aus dem Lauf eines Gewehrs und die Welt glaubt dies. Putin machte einen entschlossenen Eindruck, als er das Referendum auf der Krim akzeptierte und die Krim wieder Russland angliederte. Aber Putin wies das Ersuchen der abtrünnigen Republiken Donezk und Luhansk zur Wiedervereinigung mit Russland zurück und ließ Russland schwach erscheinen. Dies hat auch den Konflikt in die Länge gezogen und die Zahl der Toten und die Zerstörung setzt sich seitdem fort.

Meiner Meinung nach ist diese strategische Fehlentscheidung Putins das Ergebnis von Empfehlungen “atlantischer Integrationisten“ – jener Menschen, die denken Russland zähle nicht, solange es nicht ein Teil des Westens ist. In jeder Hinsicht sind diese pro-westlichen Mitglieder der russischen Regierung de facto Teil der Verräterseite. Sie dienen gar als Hemmnis russischer Entschlossenheit. Die Abwesenheit russischer Entschlossenheit provoziert zusätzlichen Druck aus Washington. Für die russische Regierung ist es ein Verlustgeschäft, den Druck des Westens einzuladen.

Washington sieht, dass Putin nicht in der Lage ist, sich vom Einfluss der atlantischen Integrationisten zu lösen, darunter auch das russische Wirtschaftsestablishment unter der Führung der unabhängigen Zentralbank. Folglich macht Washington seine Zusammenarbeit mit Russland in Syrien weiterhin von Putins Zustimmung abhängig, dass “Assad weg muss“. Putin will ISIS loswerden, denn ISIS vermag muslimische Gebiete innerhalb der Russischen Föderation zu infizieren. Wenn er aber zustimmt Assad aus dem Weg zu räumen, dann wird in Syrien Chaos ausbrechen, wie es im Irak und in Libyen geschehen ist und Russland wird Washingtons Oberherrschaft akzeptiert haben. Russland wird auf diesem Weg zu einem weiteren Vasallen-Staat in Washingtons Kollektion.

Die wahre Gefahr für Russland liegt in seinem Wunsch nach westlicher Akzeptanz. Solange die Russen diesen Wunsch verspüren, sind sie ein verlorenes Volk.

Quelle: Nachtwächter


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1 KOMMENTAR

  1. So lange Putin einen kühlen Kopf bewahrt und denkt L.M.A. kann sich der Mohammedaner Obama noch so ,,aufregen“ wie er will.

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