The Antimedia: 10 Tatsachen über den Krieg in Syrien, über welche die Leitmedien nicht berichten werden

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Die großen Medienkonzerne versuchen regelmässig Bashar al-Assads Regime in Syrien als alleinverantwortlich hinzustellen für den tobenden Konflikt in den Medien. Die Medien berichten über Eigenisse, die diesem Narrativ widersprechen – wenn auch selten – die aber zusammengenommen nicht berichtete Details des Konflikts in einem neuen Licht erscheinen lassen. Von Darius Shahtahmasebi, 3. August 2016

10. Bashar al-Assad hat höhere Zustimmungswerte als Barack Obama

Trotz Obamas Behauptungen, Assad sei illegitim und muss zurücktregen verbleibt die Tatsache, dass seit dem Beginn des Konflikts 2011 Assad immer die Mehrheit seines Volkes hinter sich hatte. Die Wahlen von 2014 – die Assad mit einem erdrutschartigen Sieg gewann – und von denen internationale Beobachter meinen, es habe keine Unregelmässigkeiten gegeben – sind ein Zeugnis dessen, dass auch wenn Assad vorgeworfen wurde, die Menschenrechte zu verletzen, er beim syrischen Volk noch immer recht beliebt ist.

Obama dagegen gewann die Wahlen von 2012 mit 53,6%; lediglich 129,1 Millionen Stimmen wurden damals abgegeben. Das heisst, dass in etwa 189,8 Millionen Amerikaner nicht für Obama gestimmt haben. Seine momentane Beliebtheit liegt bei etwa 50 Prozent.

9. Die „moderate“ Opposition wurde übernommen

Es gibt keine „moderate“ Opposition in Syrien – falls es je eine gab. Die sogenannte westlich gestützte Freie Syrische Armee (FSA) wird seit Jahren schon von Extremisten dominiert. Den USA ist dies bekannt, und doch haben sie weiter die syrische Opposition unterstützt, trotz der Tatsache, dass die New York Times 2012 berichtete, dass die Mehrheit der nach Syrien geschickten Waffen in den Händen von Dschihadisten gelandet sind. Ein geheimer DIA Bericht sah den Aufstieg des IS bereits 2012 voraus:

„Sollte die Situation expandieren, dann besteht die Möglichkeit, dass sich eine erklärte oder nicht erklärte salafistische Gebietshoheit in Ostsyrien etabpliert… und das ist exakt das, was von den die Opposition unterstützenden Mächten gewollt ist, um das syrische Regime zu isolieren.“

Darüber hinaus gab ein FSA Kommandeur in einer Aufnahme nicht nur zu, dass seine Kämpfer regemässig gemeinsame Operationen mit Al-Nusra (Al-Kaida in Syrien) durchführen, sondern auch er gerne hätte, dass Syrien nach dem Schariarecht regiert wird.

Offenbar kann moderat auch „mit Al-Kaida verbündete Fanatiker“ bedeuten.

8. Assad hat nie Chemiewaffen gegen ein eigenes Volk eingesetzt

Eine UN Untersuchung des ersten großen Chemiewaffeneinsatzen Anfang 2013 – eine Abscheulichkeit, die vom Westen sofort Assad in die Schuhe geschoben wurde – kam zum Schluss, dass die Beweise eher darauf hindeuten, dass der Angriff von der syrischen Opposition durchgeführt wurde. Eine nachfolgende UN Untersuchung im August 2013 wiederum hat nie einen Schuldigen genannt, auch nicht Assads Truppen. Im Dezember 2013 hat der Pulizerpreis gekrönte Journalist Seymour Hersh einen Artikel veröffentlicht, in dem der auf die Defizite hinweist, wie die Situation gehandhabt wird:

„In den Monaten vor dem Angriff produzierten die amerikanischen Geheimdienste eine Reihe von streng geheimen Berichten.. und brachten darin Beweise vor, dass die Al-Nusra Front, eine mit Al-Kaida verbunde Dschihadistengruppe, die Technik zur Herstellung von Saringas entwicklen konnte und in der Lage zur Massenproduktion sei. Als der Angriff damit erfolgte hätte Al-Nusra der Verdächtige sein müssen, die Regierung aber suchte sich nach Belieben Geheimdienstinformationen heraus, die für Assad sprachen.“

7. Der Sturz des syrischen Regimes war Teil eines Plans, der kurz nach 9/11 in Gang gesetzt wurde

Laut einer Noziz, die durch den 4 Sterne General Wesley Clark beannt wurde, hat das Pentagon kurz nach 9/11 einen Plan in Gang gestetzt, um innerhalb von fünf Jahren die Regierungen von sieben Ländern zu stürzen. Die Länder waren der Irak, Libanon, Somalia, Sudan, Syrien und Iran.

Wie wir wissen wurde der Irak 2003 besetzt. Der amerikanische Verbündete Israel versuchte 2006 das selbe mit dem Libanon. Libyen wurde 2011 zerstört. Vor dieser Intervention hatte Libyen den höchsten Lebensstandard aller afrikanischen Länder. Alleine 2015 fiel das Land um 27 Plätze auf dem UN Index für menschliche Entwicklung. US Drohnen fliegen über Somalia, US Truppen sind im Südsudan stationiert – der Sudan wurde nach einem brutalen Bürgerkrieg geteilt – und Syrien wurde ab 2011 zum Schauplatz eines tödlichen Krieges. Damit bleibt nur noch der Iran, der weiter unten diskutiert wird.

6. Iran und Syrien haben ein gegenseitiges Verteidigungsabkommen

Seit 2005 haben der Iran und Syrien ein gegenseitiges Verteidigungsabkommen. Die iranische Regerung hat ihren Teil der Abmachung voll erfüllt und dem syrischen Regime jede mögliche Unterstützung zukommen lassen, darunter Truppen, ein Kredit über eine Milliarde Dollar, Training und Beratung. Was diesen Konflikt noch gefährlicher macht ist allerdings, dass Russland und China sich an die Seite der beiden Länder gestellt haben, indem sie offen mitteilten, dass sie keinen Angriff auf den Iran tolerieren würden. Russlands Militärintervention in Syrien in den letzten Monaten beweist, dass dies keine Schattenspiele sind – sie haben ihren Worten Taten folgen lassen.

Der Iran ist nun schon seit einiger Zeit im Fadenkreuz der amerikanischen Außenpolitik. George W. Bush konnte in seiner Zeit im Amt nicht genug Unterstützung erzeugen, um den Iran anzugreifen – obwohl er es intensiv versucht hat – und seit 2012 wurden Sanktionen zum ersten Mittel. Mit dem Angriff und der Destabilisierung des wichtigsten Verbündeten des Irans in der Region können sie die Versuche des Irans behindern, seinen Einfluss in der Region auszubauen und am Ende auch das Land selbst schwächen.

Das Heraussuchen, Übersetzen und Veröffentlichen des Artikels hat etwa 60 Minuten gedauert. Das Ausschalten des Werbeblockers dauert keine 10 Sekunden.

5. Der ehemalige Chef von Apple ist der Sohn eines syrischen Flüchtlings

Der späte Steve Jobs, Gründer von Apple, war der Sohn eines Syrrers der in den 1950ern in die USA zog. Dies ist besonders amüsierend angesichts von Xenophobie, Islamophobie, Rassismus und Hass, welche die Flüchtlinge und Migranten offenbar auslösen – selbst von angehenden Präsidenten. Wird ein Präsident Donald Trump die Bedinungen so herstellen, dass die zukünftigen Technikpioniere womöglich nie in den USA ankommen? Seine Rhetorik jedenfalls deutet darauf hin.

4. Der IS ist ein Nebenprodukt des Einmarschs der USA in den Irak und nicht des Syrienkonflikts

Der IS war ehemals die Al-Kaida im Irak, die nach der US-britischen Invasion des Iraks 2003 zu Bekanntheit kam. Es ist gut bekannt, dass es vor der Invasion keine nennenswerte Al-Kaida Präsenz im Irak gab, und es gibt einen Grund dafür. Als Paul Bremer 2003 die Rolle des präsidialen Vertreters im Irak übergeben wurde hat er die Polizei und das Militär aufgelöst. Bremer schmiss an die 400.000 ehemalige Veteranen raus, darunter auch hochrangige Offiziere, die in den 1980ern im Iran-Irak Krieg dienten. Diese Generäle füllen heute die oberen Ränge des IS. Ohne die USA würde der IS vermutlich nicht existieren.

Der IS war der US Sicherheitselite davor bekannt als Al-Kaida im Irak (AQI), aber die Kämpfer wurden zum elementaren Bestandteil der westlichen Regime Change Agenda für Libyen und Syrien. Als sich die verschiendenen mit Al-Kaida verbündeten irakischen und syrischen Gruppen an der syrischen Grenze versammelten entstand genau jene vollwertige Terrorgruppe, mit der wir es heute zu tun haben.

3. Die Türkei, Katar und Saudi Arabien wollten eine Pipeline durch Syrien bauen, aber Assad wollte nicht

2009 schlug Katar eine Pipeline durch Syrien und die Türkei vor, um Saudisches Gas zu exportieren. Assad lehnte den Vorschlag ab und ging stattdessen eine Vereinbarung mit dem Iran und dem Irak ein, um eine Pipeline zu bauen über die deren Gas in Europa verkauft wird, wodurch die Türkei, Saudi Arabien und Katar komplett außen vor geblieben wären. Seitdem sind die Türkei, Katar und Saudi Arabien feste Stützen der Opposition, die Assad stürzen will. Gemeinsam haben sie Milliarden investiert, Waffen geliehen, die Verbreitung der fanatischen Ideologie gefördert und dabei geholfen, dass Kämpfer über die Grenzen sickern konnten.

Die Iran-Irak Pipeline wird den iranischen Einfluss in der Region stärken und den ihres Rivalen Saudi Arabien – dem anderen Hauptproduzent der OPEC – verringern. Mit der Fähigkeit, das Gas nach Europa zu bringen, ohne auf Washingtons Verbündete angewiesen zu sein hätte der Iran genügend in der Hand, um Vereinbarungen zu treffen, die den US-Dollar komplett ausschliessen.

2. Enthüllte Telefonanrufe zeigen, dass die Türkei IS Kämpfer mit teuren medizinischen Dienstleistungen versorgt

Die Unterstützung der Türkei für extremistische Islamisten, die gegen das syrische Regime kämpfen ist sehr umfangreich. Tatsächlich beziehen sich die Dschihadisten regelmässig auf die Türkische Grenze als das „Tor zum Dschihad“. Im Mai 2016 gab es Berichte wonach die Türkei sogar so weit geht, dass sie IS Kämpfern teure medizinische Behandlungen zukommen lassen.

Die Türkei ist NATO Mitglied. Das muss man sich einmal klar machen.

1. Die Hauptquelle für die westlichen Medien hinsichtlich des Konflikts ist ein T-Shirt Laden in Coventry, England

Das ist kein Witz. Folgt man den Nachrichten der Leitmedien, dann hat man vielleicht schonmal gehört wie eine Einrichtung zitiert wurde, die grosszügig als „Syrische Wächter der Menschenrechte“ (SOHR) bezeichnet wird. Diese sogenannten „Wächter“ bestehen aus einem Mann und wird von seinem Wohnzimmer in Coventy in England aus betrieben – tausende Kilometer weit vom syrischen Konflikt entfernt – und doch zitieren die etablierten Medien (BBC, Reuters, The Guardian und die International Business Times beispielsweise) sehr gerne diese SOHR. Der Befähigungsnachweis des Mannes beinhalten einen T-Shirt Laden, wie auch die Tatsache, dass er ein heftiger Gegner des gegenwärtigen Präsidenten ist.

***

Trotz der Tatsache, dass die meisten Informationen dieses Artikels aus den Leitmedien kommen weigern sie diese vehement, die einzelnen Teile der Geschichte in ein Ganzes zusammenzufügen und der Öffentlichkeit ein angemessenes Bild dessen zu liefern was derzeit in Syrien abgeht.

Assad mag brutal sein – und er sollte vor Gericht gestellt werden für die weitverbreiteten Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen – aber das allein macht die Umstände nicht unwahr oder irrelevant. Die Menschen haben ein Recht darauf, korrekt informiert zu werden, bevor sie sich auf die Strasse zu noch mehr Krieg im Mittleren Osten verführen lassen und am Ende noch mehr Terroranschläge ertragen müssen, oder gar einen Krieg gegen Russland und China.

Quelle: Inselpresse


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